Der Klang der Hauptstadt: DAB+ in Berlin

Digital Audio Broadcasting, kurz DAB+, hat in den letzten Jahren den Hörfunk in der Hauptstadt revolutioniert. Mit verbesserter Klangqualität und Vielfalt an Sendern bietet DAB+ ein völlig neues Hörerlebnis. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung von DAB+ in Berlin, listet die Empfangsdaten auf und stellt die wichtigsten Radiosender vor.

DAB+ Senderliste für Berlin

Berlin verfügt über ein umfangreiches DAB+ Radioangebot mit insgesamt 70 empfangbaren Sendern. Die digitalen Radioprogramme werden über verschiedene Kanäle (7B, 7D, 12D und weitere) ausgestrahlt und bieten eine breite Palette an Formaten – von Mainstream über Dance bis hin zu Schlager. Seit März 2024 wurde das Angebot noch vielfältiger, da mit „FG CHIC. Berlin“ und „Metropol FM“ zwei neue mehrsprachige Programme hinzugekommen sind.

SendernameKanal / Multiplex
Absolut relax5C
Deutschlandfunk5C
Deutschlandfunk Kultur5C
Deutschlandfunk Nova5C
Dlf Dok & Corr5C
ERF Pop5C
Klassik Radio5C
Radio Bob!5C
Sunshine Live5C
106.4 pure fm7B
ByteFM7B
Discofox Antenne7B
ELLA! Radio7B
FGCHIC7B
Gold7B
JAM FM7B
JazzRadio Berlin7B
Kiss FM7B
Maxx FM7B
Megaradio Mix7B
Metropol FM7B
NIUS - Das Radio7B
Radio Holiday7B
Radio Orient7B
Radio Paradiso7B
Radio TEDDY7B
Schlager Radio+ (SchlagerMIXX)7B
Star*Sat Radio7B
88vier7D
Alex Berlin7D
Antenne Brandenburg (Potsdam)7D
BR Heimat7D, 10B
BR-Klassik7D, 10B
COSMO7D, 10B
Die Maus7D, 10B
Fritz7D, 10B
Inforadio7D, 10B
Radio Eins7D, 10B
radio3 vom rbb7D, 10B
rbb 88.87D, 10B
Antenne Brandenburg (regional)10B

Die DAB+ Senderlandschaft in Berlin und Brandenburg bietet eine vielfältige Auswahl an Radioprogrammen und spiegelt die fortschreitende Digitalisierung des Hörfunks wider. Im Kontext von DAB+ ist ein "Ensemble" als ein Programmpaket zu verstehen, das mehrere Radiosender bündelt und auf einer gemeinsamen Frequenz, einem sogenannten Kanal, ausgestrahlt wird. Dies ermöglicht eine effizientere Nutzung des Frequenzspektrums und eine größere Programmvielfalt im Vergleich zum analogen UKW-Rundfunk.

Zwei bedeutende nationale Ensembles prägen das Angebot. Der "DR Deutschland" Multiplex auf Kanal 5C, der von Media Broadcast verwaltet wird, umfasst sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Programme. Hier finden sich beispielsweise der Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova als öffentlich-rechtliche Angebote. Im privaten Bereich sind unter anderem Absolut relax, ENERGY und KLASSIK RADIO zu hören. Dieses Ensemble wird von verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Sendeleistungen ausgestrahlt, darunter Berlin/Alexanderplatz mit 10 kW und Berlin/Scholzplatz mit 5 kW. Auch in Brandenburg tragen Standorte wie Cottbus/Calau (10 kW) und Frankfurt (Oder)/Booßen (5 kW) zur Versorgung bei.

Ein weiteres nationales Ensemble ist "Antenne DE" auf Kanal 5D, das primär private Programme bündelt. Hierzu zählen Absolut HOT, ROCK ANTENNE, OLDIE ANTENNE und RTL RADIO. Die Ausstrahlung erfolgt unter anderem über den Berliner Alexanderplatz mit 10 kW und Cottbus/Calau mit 10 kW.

Neben den nationalen Ensembles spielen regionale und lokale Multiplexe eine wichtige Rolle für die spezifische Versorgung Berlins und Brandenburgs. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) betreibt zwei solcher Plattformen. Das "rbb Berlin K7D" Ensemble auf Kanal 7D ist speziell auf die Hauptstadt ausgerichtet und bietet eine Reihe öffentlich-rechtlicher Sender wie rbb 88.8, radioeins, Fritz und rbb24 Inforadio. Die Sendeleistung beträgt hier an Standorten wie Berlin/Alexanderplatz und Berlin/Scholzplatz jeweils 10 kW. Für das gesamte Bundesland ist das "rbb BRB/BLN K10B" Ensemble auf Kanal 10B relevant, das ebenfalls rbb-Programme wie Antenne P und radioeins sowie private Sender wie 94.3 RS2 und Schlager Radio enthält. Ein markanter Sendestandort ist Berlin/Scholzplatz mit einer Leistung von 25 kW.

Darüber hinaus existieren in der Region Berlin und Brandenburg auch lokale private Ensembles. Das Ensemble "Berlin/BRBG 7B" auf Kanal 7B, das am Berliner Alexanderplatz mit 10 kW sendet, bietet eine breite Palette privater Programme wie RADIO TEDDY, JAM FM, Radio Paradiso und JazzRadio Berlin. Ein weiteres privates Ensemble, "Berlin/BRBG K12D" auf Kanal 12D, umfasst Sender wie ENERGY BERLIN, BB RADIO, 98.8 KISS FM und 104.6RTL. Dieses Ensemble wird unter anderem vom Berliner Alexanderplatz mit 10 kW sowie von Cottbus/Calau mit 10 kW und Frankfurt (Oder)/Booßen mit 5 kW verbreitet.

Die DAB+ Senderlandschaft in Berlin und Brandenburg zeigt somit ein dynamisches Bild der digitalen Radioversorgung, das sowohl bundesweite als auch regionale und lokale Interessen berücksichtigt und eine wachsende Vielfalt an Programmen für die Hörerinnen und Hörer bereithält.

Die DAB+-Senderlandschaft in Berlin präsentiert sich als ein facettenreiches Mosaik aus Information, Unterhaltung und spezialisierten Musikrichtungen, das eine breite Palette an Hörinteressen abdeckt. Von nationalen bis zu lokalen Programmen reicht das Angebot, das weit über die traditionellen UKW-Frequenzen hinausgeht und für jeden Geschmack etwas bereithält.

Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender finden Hörerinnen und Hörer ein umfassendes Informations- und Kulturangebot. Der Deutschlandfunk (Dlf) liefert tiefgründige Nachrichten, Analysen und politische Debatten, während Dlf Kultur mit anspruchsvollen Beiträgen aus Kunst, Musik und Literatur begeistert. Für junge, wissbegierige Zuhörer bietet Dlf Nova eine Mischung aus aktuellen Themen und moderner Musik. Der rbb trägt mit rbb24 Inforadio zur schnellen und umfassenden Nachrichtenversorgung bei, während radio1 mit einem Mix aus anspruchsvoller Pop- und Rockmusik sowie Kulturthemen ein eher gebildetes Publikum anspricht. Fritz richtet sich mit alternativer Musik und jugendrelevanten Inhalten an die jüngere Generation, und radio3 vom rbb verwöhnt Liebhaber klassischer Musik und anspruchsvoller Features.

Die private Radiolandschaft auf DAB+ in Berlin ist ebenso vielfältig und bedient eine breite Masse an musikalischen Vorlieben. Sender wie ENERGY oder 104.6RTL spielen die aktuellen Charthits und sorgen für gute Laune im Alltag. Wer es rockiger mag, findet bei RADIO BOB! oder ROCK ANTENNE die passende Begleitung mit Gitarrenriffs und energiegeladenen Songs. Freunde des deutschen Schlagers kommen bei SCHLAGERPARADIES oder Radio Paloma auf ihre Kosten. Für eine entspannte Atmosphäre sorgen Programme wie Absolut relax mit Chill-out-Klängen oder KLASSIK RADIO mit bekannten Melodien aus Klassik und Filmmusik. Auch spezifischere Genres sind vertreten, etwa SUNSHINE LIVE für Liebhaber elektronischer Musik oder JAM FM und 98.8 KISS FM für Fans von Hip-Hop und R&B.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Spezialprogramme, die Nischeninteressen bedienen. Radio Teddy ist speziell auf Kinder zugeschnitten und bietet Geschichten und Lieder. Religiöse Inhalte finden sich bei ERF Plus oder Radio Paradiso, während Metropol FM ein türkisch-deutsches Programm mit Musik und Informationen ausstrahlt. JazzRadio Berlin widmet sich ganz dem Jazz, und ByteFM spricht Hörer an, die abseits des Mainstreams nach Indie- und alternativer Musik suchen. Lokale Sender wie BB RADIO und Radio Potsdam bieten zudem regionale Nachrichten und Service für Berlin und Brandenburg. Diese breite Aufstellung gewährleistet, dass jeder Radioliebhaber in Berlin über DAB+ ein passendes Programm findet, das seinen individuellen Hörgewohnheiten entspricht.

Programm des Monats Mai 2026

Diesen Mai möchten wir dir den Berliner Rundfunk 91.4 ans Herz legen, ein Sender, der sich als dein idealer Tagesbegleiter versteht und dir die besten Hits aller Zeiten präsentiert, um positive Lebensgefühle zu wecken. Unter dem Motto "Wir lieben Berlin" dreht sich hier alles um das Leben in der Hauptstadtregion, damit du stets bestens informiert bist und mitreden kannst.

Besonders hervorzuheben ist die preisgekrönte Morgensendung "Unser Team für Berlin", die von der charmanten Simone Panteleit und ihrem Team moderiert wird. Simone Panteleit ist bekannt für ihre journalistische Neugierde, ihre Berlin-Kompetenz und ihre aufrichtige Herzlichkeit, was ihr bereits mehrfach den Deutschen Radiopreis eingebracht hat. Neben aktuellen Nachrichten, Verkehrsmeldungen und präzisen Wettervorhersagen sorgt der Sender mit einem breiten Musikrepertoire aus den letzten vier Jahrzehnten für die passende musikalische Untermalung deines Tages.

Auch abseits des regulären Programms hat der Berliner Rundfunk 91.4 einiges zu bieten. So gibt es spannende Podcasts wie "Berlin kommentiert", "Ist das Kunst oder kann das weg?", "Warum? Darum!" oder die Kieztour-Serie "Nächster Halt – Berlin", die dir die Hauptstadt auf besondere Weise näherbringt. Für Musikliebhaber stehen zudem zahlreiche Webradio-Streams zur Verfügung, die von 80er-Partymusik über 100% Deutsche Hits bis hin zu speziellen Oldies- oder Ostrock-Kanälen reichen.

Der Sender engagiert sich auch aktiv in der Region, beispielsweise mit der Aktion "Wir geben Vereinen eine Stimme", bei der gemeinnützige Organisationen die Chance erhalten, sich im Radio vorzustellen. Zudem präsentiert der Berliner Rundfunk 91.4 im September das "Classic Open Air 2026" auf dem Gendarmenmarkt und die "PYRONALE 2026", zwei echte Highlights im Berliner Veranstaltungskalender.

Du kannst den Berliner Rundfunk 91.4 ganz bequem über DAB+ in Berlin und dem Umland auf Kanal 12D empfangen. Auch über UKW ist der Sender in Berlin auf 91.4 MHz sowie in weiteren Regionen Brandenburgs zu hören. Selbstverständlich steht dir das Programm auch über digitales Kabel, den Live-Stream auf der Website und die kostenlose Berliner Rundfunk App auf deinem Smartphone oder Smart Speaker zur Verfügung, sodass du deine Lieblingshits und Informationen immer dabei hast.

Die Anfänge von DAB+ in Berlin

Schon 1995 starteten in Deutschland erste DAB-Versuche. Doch aufgrund begrenzter Sendeleistung konnte sich DAB außerhalb Bayerns nicht durchsetzen. Erst 2011 kam mit Einführung von DAB+ die Wende in Berlin. Dank höherer Reichweite und besserem Geräteangebot stieg das Interesse bei Hörern und Sendern. Die bundesweite Ausstrahlung von Programmen auf einem Kanal ist ein großer Vorteil in der Berliner Radiolandschaft.

Heute sind in Berlin über 80 Sender auf verschiedenen DAB+ Kanälen empfangbar. Sowohl der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) als auch private Anbieter haben das Digitalradio stark ausgebaut. 2022 kamen weitere lokale Anbieter und Freie Radios dazu. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg treibt die Digitalisierung weiter voran. DAB+ etabliert sich damit immer mehr als Radiostandard der Zukunft.

Welche Neuigkeiten gibt es zum Digitalradio in Berlin?

In Berlin und Brandenburg erfährt der DAB+-Ausbau aktuell eine tiefgreifende Neuausrichtung, die sowohl die Netzabdeckung als auch die Programmvielfalt maßgeblich beeinflusst. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat im März 2026 eine umfassende Ausschreibung für neue DAB+-Übertragungskapazitäten auf den Weg gebracht, die eine Abkehr von bisherigen landesweiten Multiplexen hin zu einem stärker regionalisierten Modell vorsieht. Ziel dieser Reform ist es, die Radioversorgung flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten und sowohl landesweiten als auch lokalen Anbietern besser gerecht zu werden. Berlin wird dabei als eigenständige Region behandelt, während Brandenburg in fünf Versorgungsgebiete unterteilt wird.

Im Rahmen dieser Ausschreibung stehen voraussichtlich vier Kapazitäten für landesweite private Hörfunkprogramme zur Verfügung, wobei zusätzlich jeweils ein Platz für den offenen Kanal ALEX Berlin sowie für den nichtkommerziellen Lokalhörfunk (NKL) reserviert ist. Die Bewerbungsfrist für interessierte Veranstalter endete am 13. Mai 2026, und der Sendebetrieb der neuen Programme soll spätestens ab dem 1. September 2028 starten. Eine zentrale Neuerung ist die verpflichtende, sechsfache Regionalisierung der Programme, was bedeutet, dass zwischen 6 und 18 Uhr stündlich lokale Nachrichten, Wetter- und Verkehrsmeldungen für die jeweiligen Regionen ausgestrahlt werden müssen. Die mabb plant zudem ein Förderprogramm für 2027, um die höheren Produktionskosten der regionalisierten Berichterstattung abzufedern.

Bereits Anfang 2026 gab es wichtige Veränderungen im Berliner DAB+-Angebot: Nichtkommerzielle Hörfunkanbieter wie "FR-BB" und "24/3 FM" sind nach einer Simulcast-Phase nun ausschließlich über DAB+ auf Kanal 7D in Berlin und Umgebung empfangbar. Auch ALEX Berlin sendet seit Januar 2026 über den landesweiten Multiplex Berlin-Brandenburg auf DAB+-Kanal 12D, wodurch das Programm in ganz Berlin und Teilen Brandenburgs klar und stabil hörbar ist. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von DAB+ als stabile Empfangsplattform mit einer größeren Programmauswahl und besserer Klangqualität im Vergleich zu UKW. Technisch gesehen sind in Berlin bereits rund 70 Radioprogramme über DAB+ empfangbar, gegenüber etwa 30 über UKW. Die Politik in Berlin und Brandenburg setzt auf einen schrittweisen Übergang zu DAB+ als zentraler Plattform für terrestrisches Radio, ohne ein sofortiges UKW-Abschaltdatum festzulegen. Dabei wird der Ausbau einer flächendeckenden DAB+-Versorgung und die Verbesserung der Empfangsqualität, insbesondere in ländlichen Regionen, angestrebt. Die Rolle von DAB+ als robustes und energieeffizientes Übertragungsmedium, das auch in Krisenzeiten wie Stromausfällen zuverlässig funktioniert und durch Systeme wie Automatic Safety Alert (ASA) im Bevölkerungsschutz gestärkt wird, wird ebenfalls betont.

Fazit

DAB+ hat die Radiolandschaft Berlins stark geprägt und entwickelt sich mehr und mehr zum Standard. Vielfalt, verbesserter Klang und überregionale Sender überzeugen die Hörer. Sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Sender haben DAB+ stark ausgebaut. Die Zukunft des Radios in Berlin ist digital.

Matthes Vogel
Matthes Vogel

Matthes, 1983 in Thüringen geboren studierte von 2005 bis 2008 Betriebswirtschaft und hat sich im Anschluss durch diverse Weiterbildungen und Lehrgänge kontinuierlich fortgebildet, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Medientechnologie. Zu Beginn seiner Karriere bei seinem ersten Arbeitgeber übernahm er neben seiner Haupttätigkeit auch Aufgaben als IT-Assistent im gleichen Unternehmen. Seit 2009 lebt und arbeitet Matthes in Frankfurt. Als passionierter Fachmann besucht er regelmäßig Fachmessen wie die IFA, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aktuell ist er als Projektmanager für Digitalisierung und Innovation bei einem Wohnungsunternehmen tätig.

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17 Kommentare

  1. DAB Angebote für Berlin viel zu einseitig. Zu viel Pop und Schlagerkram. Sehr wenig Informationssender mit gesprochendem Wort, keine Jazz Funk und Swing Angebote. Schalte wieder um auf UKW.

    • Fairerweise muss man aber sagen, dass es mehrere Programme für Dance / Club, Rock, Oldies, HipHop/R’n’B und Weltmusik gibt. Mit Bayern 2, DLF Nova und WDR 5 empfangen Sie auch noch drei anspruchsvolle Wortprogramme in der Hauptstadt (nur über DAB+). Alles in allem ein tolles Angebot, nachdem sich Hörerinnen und Hörer in anderen Regionen sehnen.

      • Ich vermisse seit Ende 2022 Bayern 2 und WDR 5 die besten Sender im Angebot. Wurden die abgeschaltet im Berliner Raum – Warum? Das ist einfach Kulturlosigkeit🤔

  2. Wer sucht denn diese DAB+-Sender nach welchen Kriterien aus? Ich halte jedenfalls das Angebot von kulturorientierten Sendern für enttäuschend schmal. Ich hätte erwartet, MDR Kultur, SWR 2, NDR Kultur und andere vergleichbare Sender empfangen zu können.
    Aber vielleicht gibt es ja noch eine Erweiterung. Die Empfangsqualität von DAB ist natürlich wunderbar!
    Jürgen Wolf

    • Auch ich Frage mich, wer die Programme nach der Vielseitigkeit aussucht. Es kann doch nicht nur „Hipp Hopp“ übertragen werden. Das Angebot an Klassik Sendern ist auch mehr als dürftig. Selbiges an seriösen Inhalten (Nachrichten, Beiträge, Kultur etc.) ebenso.

  3. Hallo Schönen Guten Morgen vom Nodharzrand aus Ballenstedt Graue 7 im Ortsteil Rieder , Heute sind wieder Überreichweiten auf DAB Plus Emfange Heute am 29 10.2021 Kanal 7D und 10B sehr gut Kanal 12D Eingeschränkt mit Portabelradio Indor Teleskopantenne , E-Mail [email protected] Amateurfunker mit Rufzeichen DG1HOS seit 1997

  4. DAB+-Angebot in Berlin-Brandenburg sehr unausgewogen:

    – Die DAB+ Mehrheit besteht aus „seelenlosen Musikdampfern“ wie sie auch auf normalem UKW zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkichen hörbar sind

    – Zumindest in Berlin büsst man auf DAB+ im Vergleich zu UKW auch noch u.a. Jazz-Radio und BBC-World ein, obwohl „dank“ starker Kompression bei DAB+ – was teils stark auf die Tonqualität geht – durchaus noch Platz für diese Sender wäre.

    Schlußfazit in Kürze: Der bzw. die Verantwortlichen für die Programmauswahl für DAB+ Empfang in Berlin-Brandenburg machen ihren Job bei wohl guten Gehalt völlig unzureichend – und das obwohl DAB+ durchaus Platz für ausgewogenere Programmvielfalt incl. mehr Kultur und Infoprogramme ohne der Notwendigkeit für starke Komprimierung bietet. Oder bestimmt im Hintergrund eine komplett inkometente und bürgerferne Politik in Wahrheit über den Inhalt der DAB+ Pakete?

  5. Hallo zusammen,
    heutzutage geht es in der Medienbranche wie in vielen anderen Branchen nur um Macht-, Markt- und Profitleidenschaft Der Umstieg von UKW auf DAB+ mag hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Umweltaspekte auch gut sein, aber ob der Empfang von 82 Sendern in BLN/BRGB nun für die Endverbraucher/Innen einen wirklichen Mehrwert bietet, steht auf einem anderen Blatt. Für mich als unwissender Kleinbürger stellt sich ohnehin die Frage, wer von ca. 83 Mio. Einwohnern deutschlandweit so viele Radioprogramme konsumieren wird. Zumal es ja heutzutage noch einen Haufen alternative Möglichkeiten zum passiven Radiohören gibt (Streaming, Poadcast, Mediatheken, Internetradio weltweit, Satellit usw.. Und eben, um wenigstens 10 bis 100 Hörer/Innen auf den Sender zu bringen, spielen die meisten Sender die kommerzielle Einheitssoße an Musik. Kulturpolitik und Klassik hört eher die elitäre Schicht in unserer Gesellschaft (ja, es gibt auch Abweichungen, wo der Normalverdiener zuhört :-)), aber die breite Masse vom ausführenden Volk hört keine Klassik oder höchstens mit melodischen Popelementen aufbereitete Klassik (z.B. A. Rieu, D. Garrett usw.). Kurzum: Man könnte schreiben und diskutieren…. Mir reichen für die meiste Zeit am Tag in meinem Sendegebiet BLN/BRBG die etablierten Sender auf UKW und wenn ich keine Lust auf Radio habe, höre ich meine Musikzusammenstellung vom USB-Stick oder Smartphone :).

    • Ich habe DAB bei Freunden mehrmals probiert. Mein ganz persönliches Fazit: Ich bleibe bei UKW, je nach Gusto Webangebote von ÖR-Sendern, die ich gerne mal höre, BuLi-Livestream der ARD (besser als jedes überteuerte Privat-TV) und, vor allem völlig analog und von niemandem protokolliert und Cookiegetracket: Vinyl auf’m Plattendreher und Musikkassetten in meinem High-End Kassettendeck. DAB? Nee. Nix für mich.

      • Sehe ich genauso!
        Ich benutze nach wie vor Tonband, Plattenspieler und einen analogen Tuner – alles von Technics – in wunderbarem warmen Sound.
        Die DAB Qualität bewegt sich auf mittlerem mp3 Niveau.

  6. Leider nicht so gut. Gute Radiosender sind einfach nicht zu hören z. Beilspiel Rockland Radio. Nur deutscher Schlagerkram und wenig Sender die hörenswert sind. Keine Ausländischen Sender kein BBC oder gar Planet Rock U.K. das Letztere hatte man in Berlin 2006 – 2010 hören können auch die BBC. Langweiliges Bukett Qualität wird bei der Vergabe von Sendelizenzen nicht berücksichtigt. Aidaradio oder Schlager +das ist nicht meines. Da bleibt nur noch Internetradio das ich seit je her nutze, oder die Telefonapp. Für mich nichts hörenswertes dabei. Star FM oder Radio Bob intressiert mich nicht. Musiktitel werden einfach unterbrochen und mit Werbung voll gespickt. Bei Klassik Radio funktioniert das aber gut da weis was man hat.

  7. Die Empfangsqualität ist ja sehr gut. Aber mir ist ein Rätsel warum so ein großer Aufwand für so viele völlig überflüssige Mini-Sender betrieben wird, während die interessanten, großen Sender aus den Bundesländern nirgendwo bundesweit empfangen werden können. Warum gibt es z.B in Berlin die NDR Sender nicht zu hören ? Ich habe festgestellt, dass ich DAB+ nicht brauche, weil ich alles, was ich brauche, über Internetradio bequem erreichen kann.

  8. Seit Januar 2023 scheint SWR3 in Berlin nicht mehr über DAB+ empfangbar zu sein obwohl der Sender oben in der Liste noch aufgeführt ist. Unverständlich, handelt es sich dabei doch um einen der meistgehörten Regionalsender in ganz Deutschland. Schwarzwaldradio zum Beispiel ist aber weiter im Berlin zu hören. Mich würde interessieren, aus welchem Grund SWR3 nicht mehr zu empfangen ist.

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