Zuletzt aktualisiert am 29. November 2019 um 14:24

Auf dem Langstreckenflug von Rio de Janeiro nach Frankfurt beträgt die Flugzeit über elf Stunden. Auch wenn es sich um einen Nachtflug handelt, möchte ich auf Internet im Flugzeug einfach nicht mehr verzichten.

Bereits vor dem Hinflug hatte ich mich über die Preise von Lufthansa FlyNet informiert. Wie anderweitig schon geschrieben, war ich in der Hoffnung, mit dem Aeromobile Inflight-Roaming über den Partner Dialo aus Sri Lanka im Flugzeug surfen zu können. Wie sich schnell herausstellte, war die Datenverbindung über Edge nicht zu gebrauchen. Nicht mal eine WhatsApp-Nachricht ging raus.

Lufthansa FlyNet Chat sehr langsam

Auf dem Hinflug buchte ich als Notlösung den FlyNet Chat-Tarif für 7 Euro. Den Hinweis zur Nutzung

„Bleiben Sie in Kontakt mit Freunden und Familie mit WhatsApp, Facebook Messenger oder iMessage“

darf man durchaus glauben schenken. Wie meine Erfahrung mit FlyNet Chat gezeigt hat, war es kaum möglich, mehr als eine Nachricht zu versenden. Websites ohne Bilder und Scripte, z.B. Wikipedia, konnten ebenfalls geladen werden. Dafür ist das Datenvolumen unbeschränkt. Allerdings spielt das bei dieser Geschwindigkeit kaum eine Rolle, denn die Anwendungsmöglichekeiten bleiben beschränkt.

Die Tarife von Lufthansa Flynet sind kein Schnäppchen.
Die Tarife von Lufthansa Flynet auf der Langstrecke sind kein Schnäppchen.

 

Kostenfrage FlyNet Mail and Surf

Wenig attraktiv ist auch der Tarif „FlyNet Mail and Surf“. Zwar ist die Geschwindigkeit mit 400 kBit/s und die Beschränkung auf 500 MB Datenvolumen zum Aufrufen von Websites, zum Bloggen oder Mailen noch okay – mit einem Preis von 17 Euro übersteigt dieser Tarif meinen Willen, auch im Flugzeug surfen zu können.  Als dritte Option steht der „FlyNet Mail and Surf“-Tarif mit dem Zusatz „Plus“ zur Verfügung. Die gedrosselte Geschwindigkeit entfällt und das Inklusivolumen wird auf 1 GB erhöht. Die Kosten dafür liegen bei 29 Euro pro Flug.

Im Vergleich zu anderen Airlines ist der FlyNet-Zugang ohne eine zeitliche Beschränkung während des gesamten Fluges, kurz nach dem Start bis zur Landung, nutzbar. Nach meinem Erleben schwankt die Geschwindigkeit im Flugzeug auch dann, wenn das Internet ohne eine „Geschwindigkeitsschranke“ zur Verfügung steht. Wäre der Tarif dann auch noch zeitlich beschränkt, hätte man im ungünstigsten Fall während der gebuchten Zeitspanne mit langsamen Internet „Pech“.

Für den Rückflug mobilise hotspots gebucht

Im Urlaub war ich dann auf der Suche nach einer Option, die ein günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis als FlyNet von Lufthansa anbietet. Ich fand den Anbieter „mobilise hotspots„. Neben der Nutzung von stationären WLAN soll der Dienst auch bei vielen Fluggesellschaften nutzbar sein. Ich entschied mich zunächst, das Angebot für einen Monat zu buchen, um Erfahrungen mit dem Anbieter zu sammeln. Der Monatspass schlägt mit ca. 17 Euro zubuche. Vor der Nutzung der FlyNet-Alternative muss man allerdings den Support anschreiben, um die iPass-Zugangsdaten zu erhalten. Der Support antwortete einen halben Tag später und lieferte die notwendigen Daten.

Update 6. November 2019: Für unseren Flug nach Taiwan wollte ich den Mobilise Hotspot erneut buchen. Dies ist derzeit nicht möglich. Der Support hat mir dazu geschrieben:

Hello Matthes,
Thank you for your interest in renewing  to our service. Unfortunately, the service is currently unavailable for purchase until further notice. We don’t have a date yet on when the service will be available again to our customers. However, rest assured, we will contact you via email as soon as the service is available again.

Thank you

Mobilise Hotspots Support

Hier könnte mobilise hotspots noch nachbessern und die Daten nach der Buchung auf der Website direkt übermitteln.

Die Zugangsdaten für iPass müssen nach der Bestellung beim Support von Mobilise Hotspots angefragt werden.

Verbindung zur Lufthansa-FlyNet-Alternative klappte auf Anhieb

Auf dem Langstreckenflug selbst, wählte ich den WiFi-Roaming-Partner „iPass“, nachdem ich mich mit dem WLAN „FlyNet“ verbunden hatte. Hier musste ich die angefragten Zugangsdaten eingeben und war bis zum Ende des Fluges mit dem Internet verbunden.

Positiv ist, dass es bei dem Anbieter weder eine Volumenbeschränkung gibt, noch die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Außerdem kann der Pass noch den ganzen Monat im Flugzeug zum Einsatz kommen. Mit dem Samsung Galaxy S9 konnte ich den Hotspot auch problemlos teilen (WiFi-Sharing).

Vielflieger, die auf Internet im Flugzeug angewiesen sind, sind mit dem Angebot von mobilise hotspots jedenfalls deutlich besser beraten, als das eigene Angebot der Lufthansa.

Die Preise für Mobilise Hotspot sind attaktiver als das Angebot der Lufthansa
Die Preise für Mobilise Hotspots sind attaktiver als das Angebot der Lufthansa

mobilise hotspots bei vielen Airlines nutzbar

Anbei der Liste der Airlines, bei denen der Hotspot-Anbieter „iPass“ zur Verfügung steht:

Airline Partners
(subject to change)

  • Aer Lingus
  • AeroMexico
  • Air Austral
  • Air Italy
  • Air Tanzania
  • AirEuropa
  • AirFrance
  • AirSerbia
  • Alitalia
  • American Airlines
  • Austrian
  • China Airlines
  • Etihad
  • Eurowings
  • EVA Air
  • Garuda
  • Iberia
  • Interjet
  • JAL
  • KLM
  • Kuwait Air
  • Lufthansa
  • Malaysia
  • Malindo Air
  • Qatar
  • Rwanda Air
  • Scoot
  • Singapore Airlines
  • Swiss
  • Swoop
  • Thai Air
  • Virgin Atlantic
  • WestJet