DAB+News

Digitalradio DAB+ News: Große Netz-Neuordnung in Baden-Württemberg und die Zukunft von Radio Teddy (30. November 2025)

Abstract: Die Digitalradio DAB+ News aus Baden-Württemberg sind richtungsweisend: Die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) hat die Sendelizenz für Radio Teddy bis 2032 verlängert und den Start von Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop ab Januar 2026 auf Kanal 11B bestätigt. Gleichzeitig steht eine tiefgreifende Netz-Neuordnung an. Das landesweite private DAB+-Netz soll in drei regionale „Kacheln“ aufgeteilt werden, um regionalisierte Werbung zu ermöglichen. Der frei werdende Kanal 11B soll ab September 2026 für einen neuen Multiplex für nichtkommerzielle Lokalsender und Lernradios genutzt werden. Diese strategischen Schritte unterstreichen die konsequente Digitalisierung des Hörfunks und die Förderung der Programmvielfalt.

Digitalradio DAB+ hat sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Standard für den Radioempfang entwickelt. Was einst als Ergänzung zur klassischen UKW-Welt galt, ist heute der Motor für Innovation, Programmvielfalt und vor allem eine deutlich bessere Klangqualität. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die digitale Radiolandschaft ständig weiterentwickelt, neue Sender hinzukommen und ganze Verbreitungsstrategien neu gedacht werden. Gerade die regionalen Märkte sind dabei oft Vorreiter für spannende Veränderungen, die weitreichende Auswirkungen auf Hörer und Programmanbieter haben. Wenn du dich für die Technologie hinter deinem Lieblingssender interessierst und wissen möchtest, was die neuesten Entwicklungen für den Radioempfang in Deutschland bedeuten, bist du hier genau richtig.

Aktuell steht vor allem Baden-Württemberg im Fokus der Digitalradio DAB+ News. Was sich dort in den kommenden Monaten und Jahren abspielt, ist ein Musterbeispiel für den dynamischen Wandel im deutschen Äther. Von Sendelizenzen, die bis ins nächste Jahrzehnt reichen, über neue Programme bis hin zu einer kompletten Neuordnung der Sendernetze – es ist eine Menge Bewegung drin. Wir tauchen tief in die aktuellen Entscheidungen der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) ein und beleuchten, was die Umstrukturierung des landesweiten Multiplexes auf Kanal 11B für alle Beteiligten bedeutet. Bevor wir ins Detail gehen, lass uns die wichtigsten Fakten zusammenfassen.

Key Facts zur DAB+ Entwicklung in Baden-Württemberg

  • Radio Teddy bleibt an Bord: Die Zuweisung der DAB+-Kapazitäten für das Kinder- und Familienprogramm Radio Teddy wurde vorzeitig bis zum 31. Dezember 2032 verlängert. Dies sorgt für Planungssicherheit im landesweiten Multiplex.
  • Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop startet digital: Zum 1. Januar 2026 wechselt das bereits über UKW verbreitete Programm Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop auf den landesweiten DAB+-Multiplex im Kanal 11B.
  • egoFM verlässt den Äther: Die Kapazitäten für den neuen Sender werden frei, da egoFM seinen terrestrischen Sendebetrieb in Baden-Württemberg zum Jahresende 2025 einstellt.
  • Netz-Neuordnung geplant: Es gibt Berichte über eine geplante, umfangreiche Umstellung des landesweiten privaten DAB+-Sendernetzes. Es soll durch drei regionale „Kacheln“ ersetzt werden, was eine regionalisierte Werbung und Programmgestaltung ermöglichen würde.
  • Kanal 11B wird neu gewidmet: Der aktuell für die private Landeskette genutzte Kanal 11B soll ab September 2026 für einen neuen Multiplex zur Verbreitung von nichtkommerziellen Lokalsendern (NKLs) und Lernradios genutzt werden.
  • Regulatorische Notwendigkeit: Die geplante Umwidmung von Kanal 11B erfordert eine formelle Bedarfsanmeldung bei der Bundesnetzagentur, um die landesweite Bedeckung für die NKLs zu realisieren.

Die neuen Player und die Langzeitstrategie: Radio Teddy und Antenne 1

Die jüngsten Entscheidungen der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) in Stuttgart zeigen, dass der DAB+-Ausbau in Baden-Württemberg mit hohem Tempo voranschreitet und auf Langfristigkeit setzt. Die Verlängerung der Sendelizenz für Radio Teddy bis Ende 2032 ist ein starkes Signal für die Stabilität des digitalen Hörfunks. Radio Teddy, als wichtiges Nischenprogramm für Familien, erhält damit eine solide Basis für seine weitere Entwicklung und trägt zur Programmvielfalt bei.

Mindestens genauso spannend ist der Start von Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop am 1. Januar 2026. Dieses Programm gehört zu den letzten großen UKW-Programmen im Bundesland, die bisher noch nicht digital über DAB+ ausgestrahlt wurden. Mit der Zuweisung von 54 CU (Capacity Units, eine Maßeinheit für die Bandbreite im DAB+-Multiplex) auf dem landesweiten Kanal 11B schließt sich eine wichtige Lücke in der digitalen Abdeckung. Dieser Schritt ist ein klares Zeichen dafür, dass die Senderlandschaft den Weg der Digitalisierung konsequent weitergeht. Übrigens: Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Empfangsgerät bist, schau doch mal auf unserer Seite für den Digitalradio Preisvergleich vorbei. Dort findest du aktuelle Modelle, die den neuen Standard unterstützen.

Die frei werdenden Kapazitäten, die den Start von Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop ermöglichen, stammen vom Rückzug des Senders egoFM aus dem terrestrischen Sendebetrieb in Baden-Württemberg. Solche Umschichtungen sind typisch für einen dynamischen Markt und zeigen, dass die verfügbaren Frequenzen und Kapazitäten effizient neu verteilt werden, um die Attraktivität des digitalen Angebots zu steigern. Für dich als Hörer bedeutet das: ein neues, starkes Programm in digitaler Qualität.

Das Ende der Landeskette? Die Umstellung auf regionale „Kacheln“

Die wohl weitreichendste Veränderung, über die derzeit berichtet wird, ist die geplante Umstrukturierung des landesweiten privaten DAB+-Sendernetzes. Anstelle des bisherigen, das gesamte Bundesland abdeckenden Multiplexes, soll das Netz in drei regionale „Kacheln“ unterteilt werden. Dieses Modell ist nicht neu; es wird beispielsweise in Bayern bereits erfolgreich praktiziert und ermöglicht eine viel flexiblere Vermarktung und Programmgestaltung. Wenn du mehr über die regionalen Entwicklungen erfahren möchtest, findest du unter anderem auf der Seite zu DAB+ in Baden-Württemberg weitere Informationen.

Der Hauptvorteil der regionalen „Kacheln“ liegt in der Möglichkeit zur Regionalisierung der Werbung. Ein Programmanbieter kann so gezielt Werbung für bestimmte Regionen ausstrahlen, was für lokale und mittelständische Unternehmen hochattraktiv ist und die Wirtschaftlichkeit des digitalen Radios stärkt. Aber auch inhaltlich bietet das neue Konzept Spielraum: Theoretisch könnten Sender bestimmte Programme nur in den für sie relevanten regionalen „Kacheln“ verbreiten und müssten nicht mehr zwingend das gesamte Bundesland abdecken. Dies könnte die Vielfalt an lokalen und spezialisierten Programmen auf DAB+ deutlich erhöhen. Für dich als Hörer könnte das bedeuten, dass du in Zukunft noch mehr lokale Angebote in deiner Region empfangen kannst, was den Mehrwert von DAB+ weiter steigert.

Die technische Umsetzung dieser Umstellung ist komplex und muss nahtlos erfolgen, da die Betreiber-Lizenz für den aktuellen Kanal 11B im September 2026 endet. Das erfordert eine enge Abstimmung zwischen den Medienanstalten, den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur. Die Umstellung auf eine regionale Struktur ist ein strategischer Schritt, der DAB+ als Werbemedium konkurrenzfähiger macht und den Übergang vom UKW- zum Digitalradio weiter beschleunigen soll. Dies ist eine zentrale Entwicklung in den aktuellen Digitalradio DAB+ News.

Kanal 11B wird zur Bühne für die Vielfalt: Nichtkommerzielle Lokalsender

Parallel zur Umstellung der privaten Landeskette auf regionale „Kacheln“ gibt es Pläne, den frei werdenden Kanal 11B ab September 2026 für einen neuen, dedizierten Multiplex für nichtkommerzielle Lokalsender (NKLs) und Lernradios zu nutzen. Das ist eine hervorragende Nachricht für die Medienvielfalt. Nichtkommerzielle Sender spielen eine entscheidende Rolle in der Radiolandschaft, da sie oft spezifische Zielgruppen bedienen, lokale Berichterstattung jenseits der großen Player bieten und eine Plattform für Bürgermedien und Ausbildung darstellen.

Die Etablierung eines eigenen Multiplexes für diese Sendergruppe, wie vom nichtkommerziellen Sender Radio Dreyeckland berichtet, würde ihre Reichweite und Stabilität massiv verbessern. Bisher waren diese Sender oft auf UKW-Frequenzen mit geringer Reichweite oder auf komplizierte Verbreitungswege angewiesen. Die Bündelung auf einem DAB+-Multiplex bietet ihnen eine zukunftssichere und reichweitenstarke Verbreitung. Die Herausforderung hierbei ist die Finanzierung und die technische Realisierung, denn die Etablierung des Multiplex auf Kanal 11B könnte aus Kostengründen zunächst nur an Standorten erfolgen, an denen solche Stationen bereits existieren.

Dieser Schritt unterstreicht das Engagement der Medienpolitik, nicht nur kommerziellen Sendern, sondern auch den öffentlich-rechtlichen und den nichtkommerziellen Anbietern eine digitale Heimat zu geben. Für die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) ist dies ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Medienpluralität und zur Förderung des lokalen Engagements. Um die landesweite Bedeckung zu gewährleisten, ist jedoch eine Umwidmungs-Bedarfsanmeldung bei der Bundesnetzagentur notwendig. Dies zeigt, wie eng regulatorische Entscheidungen und technologische Entwicklung beim DAB+-Ausbau ineinandergreifen.

Ausblick und technologische Perspektiven

Die Entwicklungen in Baden-Württemberg sind exemplarisch für den DAB+-Ausbau in ganz Deutschland und zeigen einen klaren Trend zur Regionalisierung und zur Steigerung der Programmdichte. Mit der Einführung regionaler „Kacheln“ wird das digitale Radio flexibler und wirtschaftlich attraktiver für regionale Werbekunden. Dies könnte eine Welle neuer Programmangebote auslösen, die den Wettbewerb beleben und dir als Hörer noch mehr Auswahl bieten. Die Tatsache, dass Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop als eines der letzten großen UKW-Programme in Baden-Württemberg den digitalen Weg einschlägt, ist ein starkes Signal für den kommenden UKW-Switch-off, der in vielen Ländern bereits diskutiert wird.

Die technische Grundlage für all diese Veränderungen ist die Robustheit und Effizienz des DAB+-Standards selbst. Durch moderne Kompressionsverfahren und die Möglichkeit, mehrere Programme in einem Multiplex (Mux) zu bündeln, ist DAB+ der ideale Nachfolger für die analoge UKW-Technik. Das Digitalradio bietet nicht nur eine stabilere Übertragung und bessere Klangqualität, sondern auch Zusatzdienste wie Slideshows oder Electronic Program Guides (EPG). Wenn du mobil sein möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf moderne Geräte, die zum Beispiel in unserem Artikel über das DAB+ Radio mit Akku vorgestellt werden.

Die Zukunft des Hörfunks ist digital, und die jüngsten Digitalradio DAB+ News aus Baden-Württemberg bestätigen diesen Weg eindrücklich. Die Medienanstalten und die Sender arbeiten aktiv daran, die Voraussetzungen für einen vielfältigen und zukunftssicheren Radioempfang zu schaffen. Die Umstrukturierung des Sendernetzes ist ein notwendiger Schritt, um die Werbewirtschaft optimal in den digitalen Wandel einzubinden und gleichzeitig die mediale Vielfalt zu fördern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie schnell die Umstellung auf die regionalen „Kacheln“ und der Start des NKL-Multiplexes auf Kanal 11B voranschreiten werden.

Fazit

Die aktuellen Digitalradio DAB+ News aus Baden-Württemberg sind ein klarer Indikator für den dynamischen Fortschritt des digitalen Hörfunks in Deutschland. Die Entscheidungen der LfK, wie die langfristige Verlängerung der Lizenz für Radio Teddy bis 2032 und der Start von Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop ab 2026, festigen die Position von DAB+ als führende Verbreitungstechnologie. Diese Schritte schaffen nicht nur Planungssicherheit für etablierte Programme, sondern nutzen frei werdende Kapazitäten sofort für neue, attraktive Angebote.

Der strategische Kern der Neuordnung liegt jedoch in der geplanten Ablösung des landesweiten Multiplexes auf Kanal 11B durch drei regionale „Kacheln“ und die gleichzeitige Etablierung eines neuen Multiplexes für nichtkommerzielle Lokalsender und Lernradios auf dem freigewordenen Kanal. Diese Dualität – Regionalisierung für kommerzielle Effizienz und eigene Infrastruktur für mediale Vielfalt – ist ein kluges medienpolitisches Manöver. Die regionalen „Kacheln“ versprechen eine bessere Monetarisierung durch gezielte Werbung und könnten eine Fülle neuer, lokaler Programme freisetzen. Gleichzeitig erhalten die NKLs eine zukunftssichere, digitale Plattform. Die Umsetzung, die im September 2026 ihren Höhepunkt finden soll, wird die Radiolandschaft in Baden-Württemberg nachhaltig prägen und als Blaupause für andere Bundesländer dienen. Für dich als Hörer bedeutet das vor allem eins: mehr Auswahl, bessere Qualität und ein zukunftssicheres Radioerlebnis. Wer jetzt noch kein DAB+-Radio hat, findet auf unserer Seite unter https://matthesv.de/digitalradio-preisvergleich/ die besten Angebote.

FAQ

Was sind die wichtigsten Änderungen für DAB+ in Baden-Württemberg?

Die wichtigsten Änderungen sind die Verlängerung der Sendelizenz für Radio Teddy bis 2032, der Start von Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop ab 2026 auf Kanal 11B, die geplante Aufteilung des landesweiten privaten Multiplexes in drei regionale „Kacheln“ und die anschließende Nutzung von Kanal 11B für einen neuen Multiplex für nichtkommerzielle Lokalsender (NKLs) und Lernradios ab September 2026.

Was bedeutet die Umstellung auf regionale „Kacheln“?

Die Umstellung auf regionale „Kacheln“ bedeutet, dass das bisherige landesweite Sendernetz für private Programme in drei kleinere, regionale Sendegebiete unterteilt wird. Dies ermöglicht den Programmanbietern, Werbung gezielt für die jeweilige Region auszustrahlen (Regionalisierung der Werbung) und Programme flexibler zu gestalten, was die Wirtschaftlichkeit und Programmvielfalt steigern soll.

Wann wird Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop auf DAB+ starten?

Antenne 1 Neckarburg Rock & Pop wird mit Wirkung zum 1. Januar 2026 auf dem landesweiten DAB+-Multiplex im Kanal 11B auf Sendung gehen. Die dafür benötigten Kapazitäten werden durch die Einstellung des Sendebetriebs von egoFM in Baden-Württemberg frei.

Was passiert mit Kanal 11B ab September 2026?

Der Kanal 11B, der aktuell für die landesweite private Kette genutzt wird, soll nach der geplanten Umstellung auf die regionalen „Kacheln“ ab September 2026 für die Etablierung eines neuen Multiplexes zur Verbreitung von nichtkommerziellen Lokalsendern und Lernradios genutzt werden. Dies dient der Förderung der Medienvielfalt und der lokalen Berichterstattung.

Matthes Vogel

Matthes, 1983 in Thüringen geboren studierte von 2005 bis 2008 Betriebswirtschaft und hat sich im Anschluss durch diverse Weiterbildungen und Lehrgänge kontinuierlich fortgebildet, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Medientechnologie. Zu Beginn seiner Karriere bei seinem ersten Arbeitgeber übernahm er neben seiner Haupttätigkeit auch Aufgaben als IT-Assistent im gleichen Unternehmen. Seit 2009 lebt und arbeitet Matthes in Frankfurt. Als passionierter Fachmann besucht er regelmäßig Fachmessen wie die IFA, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aktuell ist er als Projektmanager für Digitalisierung und Innovation bei einem Wohnungsunternehmen tätig.

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