DAB+ ist der Wachstumstreiber im deutschen Hörfunk. Erfahre alles über die neuesten Entwicklungen im Januar 2026: Der NDR treibt den Netzausbau in Regionen wie dem Harz und auf Borkum voran. Private Sender wie Klassik Radio steigen in Bayern komplett auf DAB+ um, während die UKW-Abschaltungen Fahrt aufnehmen. Mit über 300 Programmen und der erstmaligen Überholung des Webradios in der Reichweite beweist DAB+ seine Popularität. Wir beleuchten die steigenden Hörerzahlen, die enorme Programmvielfalt und das Sicherheitsfeature ASA (Automatic Safety Alert). Bereite dich auf die digitale Radiowelt vor!
Digitalradio DAB+ ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern der moderne Standard für den Hörfunk. Vielleicht hast du dir schon ein neues Gerät zugelegt, oder du spielst noch mit dem Gedanken. Egal, wo du stehst: Die Entwicklung des Digitalradios in Deutschland ist dynamischer denn je. Die Frequenzknappheit des alten UKW gehört der Vergangenheit an, und die digitale Ära bringt uns nicht nur kristallklaren Klang, sondern auch eine Programmfülle, die vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Große Sendergruppen wie der NDR treiben den Netzausbau mit Hochdruck voran, während sich private Anbieter vermehrt vom teuren und energieintensiven UKW verabschieden. Es ist eine spannende Zeit, in der das Radio neu gedacht wird. Von der Insel Borkum bis in den Harz, von Musik-Spezialprogrammen bis hin zu wichtigen Sicherheitsdiensten – die neuesten Entwicklungen zeigen, dass DAB+ endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und eine echte Bereicherung für dein tägliches Hörerlebnis darstellt. Zeit, die wichtigsten Fakten zu beleuchten und einen Blick in die nahe Zukunft des digitalen Radios zu werfen. Willst du direkt einsteigen? Dann schau dir am besten gleich den aktuellen Digitalradio Preisvergleich an.
Key Facts: Was du jetzt über DAB+ wissen musst
- Netzabdeckung auf Rekordniveau: Ende 2025 umfasste das Sendernetz der ersten nationalen Programmplattform bereits 181 Standorte, wodurch über 91 Prozent der Bevölkerung das Signal mit einer Zimmerantenne zu Hause empfangen können.
- NDR-Ausbau 2026: Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) setzt den Netzausbau fort, um die Versorgung in topografisch anspruchsvollen oder bisher schlecht versorgten Regionen zu verbessern. Geplante Maßnahmen für 2026 umfassen unter anderem Borkum, Fehmarn, Mirow sowie Füllsender im Harz (Osterode-Gittelde und Sieber).
- UKW-Abschaltungen gewinnen an Fahrt: Große Sender wie Deutschlandradio haben ihre UKW-Verbreitung in Schleswig-Holstein weitgehend beendet. Auch private Anbieter wie Klassik Radio planen, ab 2026 in Bayern komplett auf UKW zu verzichten, um sich auf die effizientere Digitaltechnik zu konzentrieren.
- Hörerzahlen überholen Webradio: Laut aktuellen Audio Trends der Medienanstalten hören inzwischen rund 23 Millionen Menschen in Deutschland innerhalb von vier Wochen über DAB+. Damit hat DAB+ in der Reichweite erstmals das Webradio überholt und ist die treibende Kraft der Digitalisierung im Hörfunk.
- Vielfalt der Programme: Regional sind über 300 verschiedene Radioprogramme über DAB+ verfügbar, wovon über 100 ausschließlich digital ausgestrahlt werden und somit neue Nischen und Genres bedienen, die auf UKW keinen Platz fanden.
- Sicherheitsfeature ASA: Der Dienst Automatic Safety Alert (ASA) wurde bundesweit auf Funktion getestet und ermöglicht die Übertragung von wichtigen Sicherheitsmeldungen direkt über das DAB+ Signal, was die Warnkette in Deutschland verbessert.
Inhalt
Der große Sprung: Netzausbau und Versorgungssicherheit
Der Ausbau des Digitalradio-Netzes schreitet mit beeindruckender Geschwindigkeit voran und sorgt dafür, dass die Empfangsqualität stetig steigt. Die erste bundesweite Programmplattform, die unter anderem Deutschlandfunk und Klassik Radio umfasst, hat mit der Inbetriebnahme neuer Standorte in Neuruppin (Brandenburg) und Meschede (Nordrhein-Westfalen) die Zahl ihrer Sender auf über 180 erhöht. Das bedeutet für dich: Du kannst diese Programme mit einer simplen Zimmerantenne in über 91 Prozent der deutschen Haushalte empfangen. Die mobile Versorgung, etwa im Auto, liegt sogar bei über 97 Prozent, und die Autobahnen sind nahezu voll versorgt.
Besonders der Norden Deutschlands steht 2026 im Fokus. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat detaillierte Pläne für den weiteren Ausbau seiner Netze bekannt gegeben. Das Ziel ist es, sogenannte weiße Flecken zu schließen und den Indoor-Empfang in Gebieten zu verbessern, die bisher nur unzureichend versorgt waren. Im Frühjahr 2026 wird der Ausbau auf den Inseln Borkum und Fehmarn starten, ebenso wie in der Region Mirow-Canow in Mecklenburg-Vorpommern. Im Sommer folgen weitere Standorte wie Sternberg-Brüel, Melle in Niedersachsen und Füllsender im Harz. Diese Maßnahmen sind essenziell, da die Topografie im Harz beispielsweise den Empfang vom Hauptsender Harz-West (Torfhaus) oft erschwert hat. Diese gezielten Investitionen zeigen, dass die Senderanstalten die flächendeckende Versorgung ernst nehmen und in die Zukunft der Technologie investieren. Wenn du in diesen Regionen wohnst, kannst du dich auf einen deutlich besseren Empfang freuen. Mehr über die Entwicklungen im Norden liest du auch in unserem Beitrag DAB+ in Schleswig-Holstein.
UKW-Dämmerung: Private Sender machen ernst
Der schleichende Abschied vom analogen UKW-Radio ist in vollem Gange und wird von immer mehr Sendern aktiv vorangetrieben. Dieser Wandel ist nicht nur ein technologischer Schritt, sondern auch eine wirtschaftliche und ökologische Entscheidung. Die Verbreitung eines Programms über DAB+ ist im Vergleich zu UKW deutlich kostengünstiger und energieeffizienter.
Ein Vorreiter ist hier Schleswig-Holstein, wo der Umstieg von UKW auf DAB+ politisch beschlossen wurde und bis spätestens Mitte 2031 abgeschlossen sein soll. Deutschlandradio hat dort bereits seine UKW-Verbreitung an zahlreichen Standorten eingestellt. Ein besonders markantes Zeichen setzt der Privatsender Klassik Radio, der angekündigt hat, in Bayern ab 2026 komplett auf UKW zu verzichten. Für den Gründer und CEO Ulrich Kubak ist dies eine klare Investition in digitale Geschäftsmodelle anstelle von „Technologie der Vergangenheit“. Auch andere private Akteure wie egoFM, Donau 3 FM, Radio Primaton und Hitradio RT. 1 haben in verschiedenen Bundesländern UKW-Sender abgeschaltet. Diese Entwicklung ist ein klares Signal an die Hörer: Wer die gesamte Programmvielfalt und die beste Empfangsqualität möchte, kommt um ein DAB+ Radio nicht mehr herum. Die konsequente Digitalisierung des Hörfunks in Deutschland ist nicht mehr aufzuhalten und wird von den privaten Anbietern als Chance zur Neuausrichtung gesehen. Auf der Webseite des Digitalradio Deutschland e.V. findest du weitere Informationen zu den Hintergründen dieser Entwicklung.
Die Hörer lieben die Vielfalt: Nutzungszahlen und neue Programme
Der vielleicht größte Vorteil von DAB+ ist die enorme Programmfülle. Über 300 verschiedene Radioprogramme sind regional unterschiedlich über das Digitalradio empfangbar. Das Spektrum reicht von den bekannten öffentlich-rechtlichen Sendern bis hin zu spezialisierten Privatradios. Das Besondere: Über 100 dieser Programme werden ausschließlich digital ausgestrahlt und haben keine UKW-Entsprechung. Dazu gehören bundesweit empfangbare Programme wie Absolut relax, Energy (national), Radio Schlagerparadies oder die exklusiven NDR-Wellen wie NDR Blue (Musikwelle) und NDR Schlager.
Diese Vielfalt zahlt sich aus: Die Akzeptanz und Nutzung von DAB+ steigt rasant. Die aktuellen „Audio Trends“ der Medienanstalten zeigen, dass rund 23 Millionen Menschen in Deutschland das Digitalradio nutzen. Mit einem Hörerkreis von 36 Prozent (innerhalb von vier Wochen) hat DAB+ in der Reichweite erstmals das Webradio überholt. Auch in der täglichen Nutzung verzeichnet DAB+ Zuwachs. In Bayern ist die tägliche Nutzung digitaler Empfangswege, angetrieben durch DAB+, erstmals gleichauf mit der Nutzung des analogen UKW. Diese Zahlen belegen: Die Hörer schätzen die klaren Vorteile des digitalen Radios – bessere Klangqualität, mehr Programmauswahl und zusätzliche Komfortfunktionen. Die 1,7 Millionen Menschen, die werktags Programme hören, die nur über DAB+ verfügbar sind, zeigen, dass die exklusiven Inhalte ein starker Motor für den Umstieg sind.
Mehr als Musik: Sicherheit und Komfort durch Zusatzdienste
DAB+ ist mehr als nur ein digitaler Übertragungsweg für Musik und Nachrichten; es ist eine moderne Multimedia-Plattform. Neben dem reinen Audio-Signal werden auch Zusatzinformationen wie Songtitel, Interpreten, Wetterkarten oder Verkehrsinformationen (TPEG) übertragen. Dies ermöglicht eine komfortable Bedienung und einen echten Mehrwert gegenüber dem analogen Radio.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Funktion Automatic Safety Alert (ASA). Dieses System ermöglicht die Übertragung von Sicherheitsmeldungen und Warnungen über das DAB+ Signal, selbst wenn du gerade einen anderen Sender hörst oder das Radio im Standby ist. Im Dezember 2025 wurde die Funktion bundesweit erfolgreich getestet. Das ASA-System verbessert die digitale Warnkette in Deutschland und stellt sicher, dass wichtige Informationen, etwa bei Naturkatastrophen oder extremen Wetterlagen, schnell und zuverlässig bei dir ankommen. Diese Funktion ist ein entscheidender Vorteil, der die Rolle des Radios als wichtigstes Massenmedium in Krisenzeiten stärkt. Der Digitalradio-Standard verbindet somit Unterhaltung mit einem Höchstmaß an öffentlicher Sicherheit.
Fazit: Die DAB+ Welle rollt unaufhaltsam
Die aktuellen Digitalradio DAB+ News zeigen ein klares Bild: Der digitale Radiostandard ist aus der Nische herausgetreten und hat sich als zukunftsweisende Technologie fest etabliert. Die konsequente Verdichtung des Sendernetzes, die geplante Ausweitung in Regionen wie den Harz oder auf die Nordseeinseln, und die steigende Akzeptanz bei den Hörern belegen den Erfolg. Die Nutzungszahlen sprechen für sich: DAB+ ist der Motor der Digitalisierung im Hörfunk und hat in der Reichweite sogar das Webradio überholt.
Der Wandel wird zusätzlich durch die strategischen UKW-Abschaltungen großer Player wie Deutschlandradio und privater Sender wie Klassik Radio vorangetrieben. Diese Schritte unterstreichen die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile von DAB+ und machen deutlich, dass die Zukunft des terrestrischen Radios digital ist. Für dich bedeutet das: mehr Auswahl, besserer Klang und dank Funktionen wie ASA auch mehr Sicherheit. Wenn du bisher gezögert hast, ist jetzt der ideale Zeitpunkt für den Umstieg. Informiere dich über die verfügbaren Programme in deiner Region und entdecke die Vielfalt, die dir das Digitalradio bietet. Ein modernes DAB+ Radio ist eine Investition in dein zukünftiges Hörerlebnis. Schau dir die aktuellen Modelle an und verpasse nicht den Anschluss an die digitale Radiowelt!
FAQ
Welche konkreten Regionen profitieren 2026 vom DAB+ Netzausbau des NDR?
Der NDR plant 2026, die Versorgung in mehreren Regionen zu verbessern. Dazu gehören die Inseln Borkum und Fehmarn, die Region Mirow-Canow in Mecklenburg-Vorpommern, Sternberg-Brüel, Melle in Niedersachsen sowie die topografisch anspruchsvollen Harz-Regionen Osterode-Gittelde und Sieber durch neue Füllsender.
Was ist der Automatic Safety Alert (ASA) und welche Rolle spielt er für DAB+?
Der Automatic Safety Alert (ASA) ist eine Zusatzfunktion von DAB+, die es ermöglicht, wichtige Sicherheitsmeldungen und Warnungen über das digitale Signal zu übertragen, selbst wenn das Radio im Standby-Modus ist. Diese Funktion stärkt die digitale Warnkette in Deutschland und wurde im Dezember 2025 bundesweit auf Funktion getestet.
Warum steigen private Sender wie Klassik Radio von UKW auf DAB+ um?
Private Sender steigen vermehrt auf DAB+ um, weil die digitale Verbreitung im Vergleich zu UKW deutlich kostengünstiger und energieeffizienter ist. Sender wie Klassik Radio sehen darin eine strategische Investition in zukunftsfähige digitale Geschäftsmodelle und können durch DAB+ zudem eine bundesweite Reichweite erzielen.

