Kostenloses 4K auf Astra und Hotbird: Was du wirklich sehen kannst

Dein TV kann 4K, aber dein Signal nicht? Hier gibt es echtes Futter für deine Pixel – ein ehrlicher Blick auf das, was Satellitenempfang in Ultra HD wirklich bietet.

Du hast dir einen neuen 4K-Fernseher gegönnt, die Bildschirmdiagonale ist beeindruckend, die Verpackung versprach „Ultra HD“, „HDR“ und „brillante Farben“. Doch wenn du ehrlich bist: Sieht das Bild wirklich so viel besser aus als vorher? Die ernüchternde Wahrheit ist, dass die meisten deutschen Haushalte zwar einen 4K-fähigen Fernseher besitzen, aber kaum echte 4K-Inhalte empfangen. Stattdessen schauen sie hochskaliertes SD- oder HD-Material – und wundern sich, warum der versprochene Wow-Effekt ausbleibt.

In diesem Ratgeber klären wir auf: Welche kostenlosen UHD-Kanäle gibt es wirklich auf Astra und Hotbird? Was ist der Unterschied zwischen HDR und HLG? Und welche Abonnements brauchst du, um echtes 4K-Fernsehen zu genießen? Wir trennen Marketing-Versprechen von der Realität und zeigen dir, wie du das Maximum aus deinem Satellitenempfang herausholst.

Was bedeutet echtes 4K/UHD überhaupt?

Bevor wir in die Kanallisten eintauchen, sollten wir klären, was „echtes 4K“ eigentlich bedeutet. Die Bezeichnung Ultra HD (UHD) oder 4K steht für eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln – das ist exakt die vierfache Pixelanzahl von Full HD (1920 × 1080). Doch Auflösung allein macht noch kein beeindruckendes Bild.

Ein echter UHD-Sender muss das Signal nativ in 4K produzieren und ausstrahlen. Das bedeutet: Die Kameras nehmen in 4K auf, die Postproduktion erfolgt in 4K, und das finale Signal wird in 4K-Auflösung über den Satelliten geschickt. Genau hier liegt das Problem: Die meisten deutschen Sender produzieren ihre Inhalte noch immer in HD oder sogar SD und skalieren sie dann hoch. Das Ergebnis sieht auf einem 4K-Fernseher zwar etwas schärfer aus als auf einem alten HD-Gerät, aber der echte Qualitätssprung bleibt aus.

Alle UHD-Kanäle auf Astra 19,2° Ost im Überblick

Die Satellitenposition Astra 19,2° Ost ist die wichtigste für den deutschen Markt. Hier findest du alle UHD-Kanäle – sowohl die wenigen kostenlosen als auch die verschlüsselten Angebote. Die folgende Tabelle zeigt dir auf einen Blick, was aktuell verfügbar ist:

SenderFrequenzPol.SR/FECZugangInhalt
SES Ultra HD Demo10994 MHzH22000 5/6🟢 FreiTechnische Demos, Naturaufnahmen in Dauerschleife
QVC Deutschland UHD11288 MHzV22000 2/3🟢 FreiTeleshopping in nativer 4K-Qualität
UHD1 by HD+10994 MHzH22000 5/6🔴 HD+Dokus, Reisen, Lifestyle mit HLG-HDR
RTL UHD11391 MHzH22000 5/6🔴 HD+Fußball, Formel 1, TV-Highlights (nur bei Events)
ProSiebenSat.1 UHD10994 MHzH22000 5/6🔴 HD+Shows, Serien, Events in 4K
Sky Sport Bundesliga UHD11798 MHzH27500 9/10🔴 SkyBundesliga-Spiele in 4K
Sky Sport UHD11798 MHzH27500 9/10🔴 SkyChampions League, Premier League, Formel 1
TVE La 1 UHD11406 MHzV23500 3/4🔴 SpanienSpanisches Fernsehen (verschlüsselt)
France 2 UHD11856 MHzV29700 2/3🔴 Canal+Französisches öffentlich-rechtliches TV
Canal+ Box Office UHD11895 MHzV29700 2/3🔴 Canal+Kinofilme, Premium-Content
Canal+ France UHD12012 MHzV29700 2/3🔴 Canal+Französisches Pay-TV Hauptprogramm
Stand: Januar 2026 | 🟢 Frei empfangbar | 🟡 Teilweise frei | 🔴 Abo erforderlich | Quelle: LyngSat

Die frei empfangbaren Sender im Detail

Wirklich kostenlos und ohne jedes Abo empfangbar sind auf Astra 19,2° Ost nur zwei UHD-Kanäle – und beide sind keine klassischen TV-Sender:

📺 SES Ultra HD Demo Channel

Der SES Ultra HD Demo Channel ist der perfekte Kanal, um deinen neuen 4K-Fernseher zu testen. Er sendet rund um die Uhr beeindruckende Naturaufnahmen, Stadtpanoramen und technische Testbilder in echter 4K-Auflösung. Da er komplett unverschlüsselt ist, kannst du ihn ohne Abo empfangen – ideal zur Kalibrierung deines Displays und um zu sehen, was echtes 4K-Material leisten kann.

  • Frequenz: 10.994 MHz, horizontal, SR 22000, FEC 5/6
  • Codec: HEVC/H.265
  • Besonderheit: Komplett frei empfangbar, 24/7 Demomaterial

🛒 QVC Deutschland UHD

Ja, ein Teleshopping-Sender gehört zu den wenigen echten Free-to-Air UHD-Kanälen auf Astra. QVC Deutschland UHD sendet tatsächlich in nativer 4K-Auflösung und ist komplett unverschlüsselt. Die Bildqualität ist technisch einwandfrei – die Produkte werden gestochen scharf präsentiert. Inhaltlich ist es Geschmackssache, aber zum Testen der TV-Bildqualität durchaus brauchbar.

  • Frequenz: 11.288 MHz, vertikal, SR 22000, FEC 2/3
  • Codec: HEVC/H.265
  • Besonderheit: 24/7 natives 4K, komplett frei empfangbar

UHD-Sender mit HD+ Abo (kein 24/7-Programm)

Für deutsche Zuschauer relevanter – aber eben nicht kostenlos – sind die UHD-Kanäle der großen Privatsender. Diese benötigen ein HD+ Abo und senden kein durchgehendes 4K-Programm, sondern strahlen nur ausgewählte Sendungen parallel in UHD aus.

🎬 RTL UHD

RTL UHD ist kein Vollzeit-Sender, sondern strahlt nur ausgewählte Inhalte in 4K-Qualität aus. Dazu gehören beliebte Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Alles was zählt“ sowie ausgewählte Fußballspiele der UEFA Europa League und Conference League. Zwischen diesen Sendungen zeigt der Kanal meist nur Standbilder oder das reguläre HD-Programm. Der Empfang ist nur mit einem gültigen HD+ Abo möglich.

  • Frequenz: 11.391 MHz, horizontal, SR 22000, FEC 5/6
  • Verschlüsselung: HD+ Abo erforderlich
  • Programm: Ausgewählte Serien, Fußball (Europa League), Events
  • Sendezeiten: Nicht 24/7 – nur bei UHD-Ausstrahlungen aktiv

📺 ProSiebenSat.1 UHD

ProSiebenSat.1 UHD bündelt UHD-Inhalte der gesamten Sendergruppe – also ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins. Auch hier handelt es sich um kein Vollzeit-Programm. Ausgestrahlt werden beispielsweise „Galileo“ (ProSieben), diverse Spielfilme (Sat.1) sowie Dokumentationen und Magazine (Kabel Eins). Die UHD-Ausstrahlung erfolgt typischerweise zwischen 20 und 8 Uhr auf dem Kanal UHD1. Empfang nur mit HD+ Abo.

  • Frequenz: 10.994 MHz, horizontal, SR 22000, FEC 5/6
  • Verschlüsselung: HD+ Abo erforderlich
  • Programm: Galileo, Spielfilme, Dokumentationen, Magazine
  • Sendezeiten: Hauptsächlich 20:00–08:00 Uhr

Wichtig: Wer 4K-Inhalte von RTL oder ProSiebenSat.1 sehen möchte, hat auch eine Alternative: Beide Sendergruppen bieten ausgewählte UHD-Inhalte über HbbTV (den „roten Knopf“) und ihre Mediatheken als Stream an. Das funktioniert auch ohne HD+ Abo – vorausgesetzt, dein Fernseher ist mit dem Internet verbunden und unterstützt HbbTV.

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Infografik: UHD-Kanäle auf Astra 19,2° Ost – Frei vs. Verschlüsselt

UHD-Kanäle auf Hotbird 13° Ost

Die Satellitenposition Hotbird 13° Ost ist vor allem für südeuropäische Sender bekannt, bietet aber auch einige interessante UHD-Optionen. Um Hotbird zu empfangen, benötigst du entweder eine zweite Satellitenschüssel oder eine Multifeed-Anlage, die beide Positionen abdeckt. Hier die vollständige Übersicht:

SenderFrequenzPol.SR/FECZugangInhalt
Hotbird 4K112558 MHzV27500 5/6🟢 FreiDemokanal mit Testbildern und Naturszenen
Travelxp 4K Europe10727 MHzH30000 3/4🔴 Pay-TVReisedokumentationen weltweit (7 Sprachen)
Museum TV International10727 MHzH30000 3/4🔴 Pay-TVKunst, Kultur, Museen (4 Sprachen)
MyZen TV 4K10727 MHzH30000 3/4🔴 Pay-TVWellness, Meditation, Entspannung (6 Sprachen)
Love Nature 4K11296 MHzH27500 5/6🔴 Pay-TVNaturdokus (10 Sprachen inkl. Deutsch)
Rai 4K11766 MHzV29900 3/4🔴 ItalienItalienisches öffentlich-rechtliches TV
Canal+ 4K Ultra HD11278 MHzV27500 5/6🔴 PolenPolnisches Premium-Fernsehen
Eleven Sports 1 Polska11117 MHzV27500 3/4🔴 PolenPolnischer Sportkanal
Sky Sport 4K (Italien)11996 MHzV29900 5/6🔴 Sky ITItalienischer Sport in 4K
Inultra12380 MHzV30000 5/6🔴 Pay-TVDokumentationen (4 Sprachen inkl. Deutsch)
Stand: Januar 2026 | 🟢 Frei empfangbar | 🔴 Abo erforderlich | Quelle: LyngSat

Die Realität auf Hotbird ist ernüchternd: Der einzige komplett frei empfangbare UHD-Kanal ist der Hotbird 4K1 Demokanal. Alle anderen Sender sind verschlüsselt und auf andere Märkte ausgerichtet – Italien, Polen, Frankreich. Für deutsche Zuschauer ist interessant, dass Sender wie Love Nature 4K und Inultra auch eine deutsche Tonspur anbieten, aber ein entsprechendes Abo benötigen.

HDR vs. HLG: Was ist der Unterschied?

Wenn du dich mit 4K-Fernsehen beschäftigst, stolperst du unweigerlich über die Begriffe HDR und HLG. Beide Technologien verbessern den Kontrastumfang und die Farbdarstellung – aber sie funktionieren unterschiedlich und sind nicht immer kompatibel.

EigenschaftHDR10 / HDR10+HLG (Hybrid Log-Gamma)
Entwickelt fürStreaming & Blu-rayLive-TV & Broadcast
MetadatenStatisch (HDR10) oder dynamisch (HDR10+)Keine Metadaten nötig
RückwärtskompatibelNein – SDR-Geräte zeigen falsches BildJa – funktioniert auch auf SDR-TVs
Typische NutzungNetflix, Amazon Prime, UHD Blu-rayARD, ZDF, BBC, Satellitenfernsehen
Maximale Helligkeit1.000–4.000 nits (je nach Mastering)1.000–4.000 nits
Farbtiefe10 Bit10 Bit

HLG wurde speziell für Fernsehübertragungen entwickelt. Der große Vorteil: Das Signal ist rückwärtskompatibel. Ein alter SDR-Fernseher zeigt das Bild einfach in normalem Kontrastumfang an, während ein HDR-fähiger TV das volle Potenzial ausschöpft. Deshalb setzen europäische Sender wie die BBC, ARD und ZDF auf HLG statt auf HDR10.

HDR10 und HDR10+ findest du hauptsächlich bei Streaming-Diensten und auf UHD-Blu-rays. Diese Formate bieten teilweise noch beeindruckendere Bilder, sind aber nicht für Live-Fernsehen optimiert. Wenn dein Fernseher beide Formate unterstützt, bist du für alle Anwendungsfälle gerüstet.

Infografik: HDR10 vs. HLG
Infografik: HDR10 vs. HLG – Welches Format für welchen Zweck?

Warum der „Wow-Effekt“ oft ausbleibt

Du hast alles richtig gemacht: 4K-Fernseher gekauft, Satellitenempfang eingerichtet, sogar einen UHD-Kanal gefunden. Aber das Bild sieht… na ja, gut aus. Nicht schlecht. Aber auch nicht atemberaubend. Woran liegt das?

1. Hochskalierte Inhalte statt echter 4K-Produktion

Das größte Problem: Die meisten Inhalte, die du siehst, wurden nicht in 4K produziert. Selbst wenn ein Sender „UHD“ im Namen trägt, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Inhalte nativ in 4K vorliegen. Viele Shows, Serien und Filme werden in HD gedreht und dann auf 4K hochskaliert. Dein Fernseher macht das Gleiche – nur dass er es oft besser kann als der Sender. Das Ergebnis: Das Bild sieht genauso aus wie auf deinem alten HD-Fernseher, nur größer.

2. Aggressive Kompression durch Sender

Satellitenbandbreite ist teuer. Deshalb komprimieren viele Sender ihre UHD-Signale stärker als nötig. Ein natives 4K-Bild braucht etwa 25–40 Mbit/s für optimale Qualität. Manche Sender quetschen ihr UHD-Signal aber auf 15 Mbit/s oder weniger. Das führt zu sichtbaren Artefakten, besonders bei schnellen Bewegungen oder komplexen Szenen. Du bekommst zwar die Auflösung, aber nicht die Bildqualität.

3. Falsche TV-Einstellungen

Viele 4K-Fernseher werden mit werksseitigen Einstellungen ausgeliefert, die für Showrooms optimiert sind – nicht für dein Wohnzimmer. „Lebhafte“ oder „Dynamische“ Bildmodi übertreiben Farben und Kontrast. Die Bewegungsglättung (Motion Smoothing) lässt Filme wie billige Seifenopern aussehen. Nimm dir Zeit, deinen Fernseher richtig zu kalibrieren oder nutze zumindest den „Kino“- oder „Filmmaker“-Modus.

4. Sitzabstand zu groß

Die höhere Auflösung von 4K macht sich erst ab einem bestimmten Sitzabstand bemerkbar. Bei einem 55-Zoll-Fernseher solltest du maximal 2,1 Meter entfernt sitzen, um alle Details wahrzunehmen. Sitzt du weiter weg, kann dein Auge den Unterschied zwischen 4K und Full HD schlicht nicht erkennen. Viele Wohnzimmer sind dafür zu groß – oder der Fernseher zu klein.

Welche Abos brauchst du für echtes 4K?

Die Realität ist: Kostenloses 4K-Fernsehen via Satellit ist sehr begrenzt. Wer echte UHD-Qualität mit regelmäßigen Inhalten will, kommt um ein Abonnement kaum herum. Hier sind die wichtigsten Optionen für den deutschen Markt:

📡 HD+ (ab 6€/Monat)

HD+ ist der Platzhirsch für Satellitenfernsehen in Deutschland. Das Abo schaltet nicht nur die HD-Versionen der Privatsender frei, sondern gibt auch Zugang zu UHD1 und ProSiebenSat.1 UHD – den einzigen deutschen UHD-Programmen mit regelmäßigem Content. Die Inhalte sind hochwertig produziert, mit echtem 4K und HLG-HDR. Für 75€ pro Jahr (oder 6€/Monat) bekommst du außerdem Zugang zur HD+ App mit Streaming-Inhalten.

  • ✅ UHD1 + ProSiebenSat.1 UHD mit echtem 4K + HLG
  • ✅ Alle Privatsender in HD
  • ✅ HD+ App inklusive
  • ❌ Keine Live-Sport-Events in 4K

⚽ Sky Deutschland (ab 15€/Monat)

Sky bietet mit Sky Sport Bundesliga UHD und Sky Sport UHD die umfangreichste 4K-Sportauswahl für deutsche Zuschauer. Bundesliga, Champions League und Premier League in echter 4K-Qualität – das ist aktuell einzigartig. Auch Formel 1 und ausgewählte Blockbuster-Filme erscheinen in UHD. Der Haken: Die Pakete sind deutlich teurer als HD+, und du brauchst einen Sky Q Receiver.

  • ✅ Bundesliga & Champions League in 4K
  • ✅ Aktuelle Kinofilme in UHD
  • ✅ Dolby Atmos bei ausgewählten Inhalten
  • ❌ Hohe monatliche Kosten
  • ❌ Lange Vertragslaufzeiten

📺 ARD & ZDF (kostenlos, aber…)

Die öffentlich-rechtlichen Sender experimentieren seit Jahren mit UHD, strahlen aber noch kein reguläres 4K-Programm via Satellit aus. In den Mediatheken gint es wenige UHD-Inhalte in HLG. Diese sind kostenlos und unverschlüsselt.

  • ✅ Komplett kostenlos
  • ✅ Hochwertige Inhalte in Mediatheken
  • ❌ Kein reguläres 4K-Programm vor 2028 geplant

🌐 Streaming als Alternative

Wenn dir Satellit zu eingeschränkt ist: Streaming-Dienste bieten die größte 4K-Auswahl. Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Apple TV+ haben umfangreiche UHD-Bibliotheken mit HDR10, Dolby Vision und Dolby Atmos. Der Nachteil: Du brauchst eine schnelle Internetverbindung (mindestens 25 Mbit/s für stabiles 4K) und zahlst separate Abogebühren.

  • ✅ Größte 4K-Auswahl am Markt
  • ✅ Dolby Vision & Dolby Atmos
  • ✅ Flexible Abos ohne Laufzeit
  • ❌ Abhängig von Internetgeschwindigkeit
  • ❌ Kein klassisches Live-TV
Infografik: 4K-Abos im Vergleich – Was bekommst du für dein Geld?

Technische Voraussetzungen für UHD-Empfang

Bevor du loslegst, solltest du prüfen, ob deine Hardware überhaupt 4K-tauglich ist. Hier ist eine Checkliste:

🔧 Hardware-Checkliste für 4K-Satellitenempfang

  • 4K-Fernseher mit HEVC/H.265-Decoder: Alle aktuellen 4K-TVs unterstützen diesen Codec. Ältere Modelle (vor 2016) eventuell nicht.
  • 4K-fähiger Sat-Receiver: Dein Receiver muss HEVC dekodieren können und über einen HDMI-2.0-Ausgang (oder neuer) verfügen. Viele ältere HD+-Receiver sind nicht 4K-fähig.
  • HDMI-Kabel: Mindestens HDMI 2.0 (High Speed). Für HDR und höhere Bildwiederholraten empfiehlt sich HDMI 2.1 (Ultra High Speed).
  • Satellitenanlage: Deine Schüssel und dein LNB müssen den Frequenzbereich der UHD-Transponder abdecken. Standard-Anlagen funktionieren normalerweise problemlos.
  • Ausreichend großer Bildschirm: Unter 50 Zoll ist der 4K-Vorteil kaum sichtbar. Ideal sind 55 Zoll oder größer.

Fazit: Lohnt sich 4K via Satellit?

Die ehrliche Antwort: Für kostenloses 4K-Fernsehen via Satellit gibt es aktuell sehr wenig echte Inhalte. Auf Astra 19,2° Ost sind nur der SES Demo Channel und QVC Deutschland wirklich frei empfangbar – plus RTL UHD bei Events. Auf Hotbird 13° Ost bleibt nur der Hotbird 4K1 Demokanal als Free-to-Air-Option. Wer regelmäßig hochwertige 4K-Inhalte genießen will, kommt um ein Abo bei HD+, Sky oder Streaming-Diensten nicht herum.

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Trotzdem ist der Kauf eines 4K-Fernsehers keine Fehlinvestition. Die Geräte sind mittlerweile Standard, und das UHD-Angebot wächst kontinuierlich. Besonders bei Streaming-Diensten findest du bereits heute eine riesige Auswahl an nativen 4K-Inhalten mit HDR und Dolby Atmos. Und wenn die öffentlich-rechtlichen Sender irgendwann reguläres 4K-Programm ausstrahlen, bist du vorbereitet.

Unser Tipp: Nutze die kostenlosen Demokanäle (SES Ultra HD Demo, Hotbird 4K1), um deinen Fernseher einzurichten und zu kalibrieren. Teste HD+ im Probeabo, um UHD1 kennenzulernen. Und ergänze deinen Satellitenempfang mit einem Streaming-Dienst deiner Wahl – dann hast du das Beste aus beiden Welten.

Häufig gestellte Fragen zu 4K auf Satellit

Kann ich 4K-Sender mit meinem alten HD-Receiver empfangen?

Nein, für UHD-Empfang benötigst du einen Receiver mit HEVC/H.265-Decoder und HDMI-2.0-Ausgang. Die meisten HD-Receiver vor 2016 unterstützen diesen Codec nicht. Einige moderne 4K-Fernseher haben allerdings einen eingebauten Sat-Tuner, der UHD-fähig ist – prüfe die Spezifikationen deines Geräts.

Brauche ich eine neue Satellitenschüssel für 4K?

In den meisten Fällen nicht. Deine bestehende Satellitenanlage empfängt UHD-Signale genauso wie HD-Signale. Wichtig ist nur, dass Schüssel und LNB den Frequenzbereich von 10,7 bis 12,75 GHz abdecken – was bei Standard-Anlagen der Fall ist. Bei sehr alten oder kleinen Schüsseln (unter 60 cm) kann es zu Empfangsproblemen kommen.

Was ist der Unterschied zwischen 4K und UHD?

Im Consumer-Bereich werden die Begriffe synonym verwendet. Technisch gesehen bezeichnet „4K“ die Kinoauflösung von 4096 × 2160 Pixeln, während „UHD“ (Ultra High Definition) für 3840 × 2160 Pixel steht – also das 16:9-Format für Fernsehen. Dein 4K-Fernseher zeigt tatsächlich UHD-Auflösung, aber niemand nimmt es so genau.

Warum senden ARD und ZDF nicht regulär in 4K?

Die öffentlich-rechtlichen Sender investieren aktuell in HD-Infrastruktur und testen UHD nur bei Großevents. Ein flächendeckender 4K-Betrieb würde erhebliche Kosten für Produktion, Übertragung und Speicherung verursachen. Die technische Umstellung auf HEVC wäre auch für viele Zuschauer mit älteren Receivern problematisch. Mittelfristig ist aber ein Ausbau geplant.

Kann ich Hotbird und Astra gleichzeitig empfangen?

Ja, mit einer Multifeed-Anlage oder zwei separaten LNBs auf einer Schüssel. Die Positionen 13° Ost (Hotbird) und 19,2° Ost (Astra) liegen nur 6,2 Grad auseinander – das ist mit einer Schüssel ab 80 cm Durchmesser und einem Multifeed-Halter machbar. Alternativ kannst du eine motorisierte Anlage verwenden, die zwischen beiden Positionen wechselt.

Welche Frequenz hat QVC UHD auf Astra?

QVC Deutschland sendet in UHD auf der Frequenz 11.288 MHz, vertikal polarisiert, mit einer Symbolrate von 22000 und FEC 2/3. Der Kanal ist komplett unverschlüsselt und kann mit jedem 4K-fähigen Receiver empfangen werden.

Matthes Vogel
Matthes Vogel

Matthes, 1983 in Thüringen geboren studierte von 2005 bis 2008 Betriebswirtschaft und hat sich im Anschluss durch diverse Weiterbildungen und Lehrgänge kontinuierlich fortgebildet, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Medientechnologie. Zu Beginn seiner Karriere bei seinem ersten Arbeitgeber übernahm er neben seiner Haupttätigkeit auch Aufgaben als IT-Assistent im gleichen Unternehmen. Seit 2009 lebt und arbeitet Matthes in Frankfurt. Als passionierter Fachmann besucht er regelmäßig Fachmessen wie die IFA, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aktuell ist er als Projektmanager für Digitalisierung und Innovation bei einem Wohnungsunternehmen tätig.

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