Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2019 um 21:13

Nach und nach werden wir mit Rio de Janeiro warm. Um zu unseren Ausflugszielen zu gelangen,  nutzen wir Uber. Das funktioniert hier sehr zuverlässig. Taxi sind wir zwar auch gefahren – der Fahrstil des letzten Taxifahrers war eher … bescheiden.

Ausflug zum botanischen Garten (Jardim Botânico)

Der Jardim Botânico in Rio de Janeiro befindet sich im Süden der Stadt. Der Eintritt ist mit 10 Real sehr erschwinglich. Er ist sehr liebevoll angelegt und beginnt mit einer außerordentlich umfangreichen Sammlung an Kakteen. Beeindruckend waren auch die Wasserrosen, so groß und stabil, dass sich Vögel darauf niederließen.

Es gibt eine vorgeschlagene Route, der wir gefolgt sind. Ca. in der Mitte der Tour haben wir uns in einem kleinen Café mit Apple Crumble und Orangenkuchen verwöhnt. Auch wenn die Palmen, Kakteen und Seerosen sicherlich beeindruckend sind – der Rosengarten war es ganz und gar nicht. Allgemein gab es wenig blühende Pflanzen zu sehen. Es tat aber gut, der Hektik der Stadt zu entfliehen und den Flair des Jardim Botânico auf sich wirken zu lassen.

Sonnenuntergang vom Zuckerhut genossen

Die Empfehlungen im Reiseführer sehen vor, entweder zum Sonnenaufgang oder zum Sonnenuntergang den Blick auf die Stadt vom Zuckerhut, “Pão de Açúcar”, zu genießen. Weil wir morgens tendenziell eher länger geschlafen haben, kam nur der Sonnenuntergang in Frage. 17:00 Uhr waren wir an der Gondelstation. Die Fahrt mit der Seilbahn kostete 99 Real und führt in zwei Etappen schließlich zur Spitze des Berges. Der Berg ist 396 Meter hoch und befindet sich auf einer Halbinsel an der Küste Rios.

Für die Tickets stehen an der Talstation Automaten bereit, die man auch auf Deutsch bedienen kann. Wir hatten Glück und mussten nicht anstehen. Oben angekommen hat man einen wirklich tollen Blick auf die Stadt. Erst dort oben wird mir die Größe der Stadt bewusst. Die Architektur der Stadt entlang der Berge ist faszinierend: Hier kommen Großstadt, Meer, Strand und Urwald zusammen.

Der Corcovado Berg mit der bekannten Christus Statue war die meiste Zeit in Wolken gehüllt. Ab und zu tat sich eine Lücke auf und Christus kam zum Vorschein.

Auf der Rückfahrt zur Talstation war es schon dunkel draußen. Die Gondel ist innen nicht beleuchtet – so war die Fahrt an sich schon ein kleines Erlebnis. Mir gingen die Zeilen “Wir fahren mit der Luftbahn durch die Nacht” von Deichkind durch den Kopf.