Alles neu macht der Mai und so passt der Start von freenet FUNK ganz gut auf den 6. Mai 2019. An diesem Tag hat die freenet AG einen Mobilfunktarif auf den Markt gebracht, bei dem vieles anders ist. Die gesamte Abwicklung erfolgt über eine Handy-App, die Zahlung ist nur per Paypal möglich und der Tarif wird tageweise abgerechnet. Für mich ist Freenet Funk ein optimaler Zweittarif: freenet FUNK funktioniert über das O2-Netz, dass in Frankfurt am Main relativ gut ausgebaut ist. Der Tarif lässt sich bis zu 14 Tage pausieren und kostet zwischen 0,69 € / Tag und 0,99 €, je nach dem, ob man mit 1 GB Datenvolumen auskommt oder unbegrenzt surfen möchte. Mit 30,11 Euro im Monat erhält man nun also eine erschwingliche LTE-Datenflat, die man Wochenende – wenn man sich im häuslichen Wifi befindet – sogar pausieren kann. SMS-Flat und Telefon-Flat sind ebenfalls im Tarif enthalten.

So lief meine Bestellung von Freenet Funk ab

Zunächst habe ich im Google Play Store die freenet FUNK-App heruntergeladen. Die App kommt ohne Schnickschack daher und lässt mich auswählen, ob ich die Karte per Post, Paket oder Express geliefert bekommen möchte. Da ich oft nicht zu Hause bin, entschied ich mich für die Postsendung. Für die Authentifizierung reichten die Angaben meines Namens, Geburtsdatums, Adresse und die Personalausweisnummer. Auch toll: Man kann eine fünfstellige Zahlenkombination eingeben, die in der Rufnummer enthalten sein soll. Ich habe so eine Nummer ergattert, die ich vermutlich auch im Vollsuff noch aufsagen (lallen) kann.

Am Dienstag erhielt ich die Info, dass die SIM-Karte schon verschickt wurde und tatsächlich lag am Mittwoch bereits im Briefkasten.

Zwei Tage später konnte ich Freenet Funk aktivieren

Für die Aktivierung startet man die App erneut und scannt den Barcode der Sim-Kartennummer. Danach wählt man aus, ob 1 GB Daten/ Tag reichen oder doch lieber unlimitiertes Datenvolumen zur Anwendung kommen sollen. Ich entscheide mich für die 1 GB-Daten-Variante. die man aber tagtäglich auch hochstufen kann. Rasch geht es weiter zur Eingabe meiner Paypal-Daten – wie bereits erwähnt, die einzige Möglichkeit, den Tarif zu bezahlen. Die Abbuchung der günstigen LTE-Flat dann vom in Paypal gewählten Zahlungsmittel (z.B. Bankkonto, Kreditkarte) täglich, sofern der Tarif nicht pausiert wird.

Es dauerte etwa fünf Minuten, bis mir mir die App mitteilte, dass der Tarif aktiviert wurde. Als Provider zeigt mein Smartphone nun “freenet FUNK” an. Da ich im Besitz eines Dual-Sim-Smartphones bin, musste ich zunächst auswählen, dass die freenet-FUNK-Karte jetzt die Datenverbindungen aufbauen soll.

Beim Speedtest und Roaming verliert freenet FUNK

An meinem Wohnort in Frankfurt am Main habe ich im O2-Netz bislang stabilen LTE-Empfang. Allerdings kam ich bei einem Speedtest nur auf einen Download von 2,66 Mbps (Upoload 3,36 Mbps). Laut CellMapper lag die Signalstärke beim Test bei ca. -90 dBm/-14 dB. Zum Vergleich: Bei Vodafone erreichte ich zur etwa gleichen Uhrzeit einen Download von 17,1 Mbps und einen Upload von 15,2 Mbps. Im CellMapper konnte ich entnehmen, dass der O2-Mast augenscheinlich eine wesentlich größere Fläche versorgt, als dass bei Vodafone der Fall ist. Natürlich sind das nur Momentaufnahmen und stark von Uhrzeit und Standort abhängig. Ich werde den Speedtest von Zeit zu Zeit wiederholen.

Noch ein Minus gibt es für das Roaming. Zwar arbeite man an einer Lösung, aber derzeit kann freenet FUNK nicht im Ausland genutzt werden.

Fazit: Daumen nach oben für das Konzept

Dennoch überzeugt mich das Konzept: Die Kartenbestellung unkompliziert und kostenlos; der Vertrag kann jederzeit zum Ende des Tages gekündigt oder einfach nur pausiert werden. Während der Pause kann man weiterhin angerufen werden und SMS empfangen.

Die Freenet AG macht aus meiner Sicht einiges richtig. Sie spricht eine junge Zielgruppe an, die online lebt und beim Snappen oder Youtube schauen nicht auf das verbrauchte Datenvolumen schauen will. Gleichzeitig geht der Nutzer kein Risiko ein – Kosten und Laufzeit sind überschaubar und an können an das tägliche Budget angepasst werden.